Gelenkersatz an Hüfte und Knie bei Arthrose.

Wenn Arthrose Hüfte oder Knie dauerhaft schmerzen lässt und andere Behandlungen nicht mehr ausreichen, kann ein künstliches Gelenk den Alltag wieder leichter machen. Ersetzt werden dabei die abgenutzten Gelenkflächen.

  • Hüfte und Knie
  • Zwei Kliniken in Wertheim
  • Kassenleistung im Bürgerspital

5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • 1–2Stunden dauert die Operation
  • 5–7Tage stationär, je nach Verlauf
  • 3Wochen Reha, stationär oder ambulant
  • 6–12Wochen dauert die Rehabilitation insgesamt

Richtwerte für Hüfte und Knie; wie es bei Ihnen aussieht, klärt das Vorgespräch.

Die Arthrose

Wenn der Knorpel verbraucht ist.

Arthrose ist eine sehr verbreitete Gelenkerkrankung. Der Knorpel, der die Knochenenden im Gelenk überzieht, wird dünner und rauer, bis an manchen Stellen Knochen auf Knochen reibt. An Hüfte und Knie beginnt das oft mit einem Anlaufschmerz: Die ersten Schritte am Morgen fallen schwer, später schmerzt das Gelenk auch in Ruhe und nachts.

Am Anfang stehen Bewegung und Krankengymnastik, Schmerzmittel, Spritzen ins Gelenk und, wenn nötig, eine Gewichtsabnahme. Bei jüngeren Menschen kann eine Operation, die die Beinachse begradigt, das Knie entlasten. Viele kommen damit lange gut zurecht.

Ein künstliches Gelenk kommt infrage, wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind und der Alltag deutlich leidet – beim Gehen, Treppensteigen, Anziehen oder Schlafen. Arthrose ist kein Notfall: Den Zeitpunkt bestimmen Patientinnen und Patienten mit. Für den vollständigen Ersatz des Kniegelenks gilt in Deutschland zudem eine Mindestmenge: Ein Krankenhausstandort darf ihn nur anbieten, wenn er genügend solcher Operationen im Jahr durchführt.

Eine Endoprothese ersetzt die zerstörten Gleitflächen. An der Hüfte sind das Pfanne und Kopf, am Knie die Oberflächen von Oberschenkel und Schienbein, manchmal auch die Rückseite der Kniescheibe. Die Teile bestehen aus Metall, Keramik und einem besonders festen Kunststoff und werden mit Knochenzement befestigt oder zementfrei im Knochen verankert.

Die Behandlung

Was ein neues Gelenk leisten kann.

Entlasten

Statt rauer, abgenutzter Flächen gleiten im neuen Gelenk glatte Oberflächen aufeinander. Das kann Arthroseschmerzen deutlich lindern.

Bewegen

Gehen, Treppensteigen und längere Strecken fallen vielen Menschen wieder leichter. Die Beweglichkeit wächst mit dem Training nach der Operation.

Ausrichten

Fehlstellungen lassen sich beim Einsetzen oft mit ausgleichen – am Knie etwa ein O- oder X-Bein, an der Hüfte ein Unterschied in der Beinlänge.

Der Weg

Zum neuen Gelenk, Schritt für Schritt.

Ein Gelenkersatz ist ein geplanter Eingriff. Das lässt Zeit, ihn gut vorzubereiten – und die Rückkehr in den Alltag gleich mit.

  1. Untersuchung

    Eine Fachärztin oder ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie untersucht das Gelenk, wertet die Röntgenbilder aus und fragt, was bisher versucht wurde und was im Alltag am meisten fehlt.

  2. Vorbereitung

    Blutwerte, Herz und Kreislauf werden geprüft; im Narkosegespräch geht es um Vollnarkose oder Spinalanästhesie. Wer raucht, hört am besten Wochen vorher auf, und ein gut eingestellter Blutzucker senkt das Risiko für Komplikationen.

  3. Planung

    Größe und Sitz der Prothese werden anhand der Röntgenbilder geplant. Schon vor der Operation wird geklärt, ob eine Anschlussheilbehandlung folgt; den Antrag stellt das Krankenhaus.

  4. Operation

    Die Operation selbst dauert meist ein bis zwei Stunden. An der Hüfte ist oft ein muskelschonender Zugang über einen kleineren Schnitt möglich.

  5. Erste Tage

    Die meisten stehen am Tag nach der Operation mit Gehstützen auf, begleitet von der Physiotherapie. Gegen Schmerzen helfen Medikamente, oft auch eine selbst gesteuerte Schmerzpumpe oder ein Katheter, der die Nerven betäubt; gerinnungshemmende Medikamente beugen Thrombosen vor.

  6. Reha und Nachsorge

    Nach fünf bis sieben Tagen folgt meist eine dreiwöchige Anschlussheilbehandlung, stationär oder ambulant, danach Physiotherapie am Wohnort. Kontrolltermine prüfen, wie die Prothese sitzt und wie sich das Gelenk bewegt.

Kasse oder privat

Wer die Kosten trägt.

Gesetzlich versichert

Im Bürgerspital, wenn der Befund es verlangt.

Ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn es medizinisch angezeigt ist – wenn also Röntgenbefund und Beschwerden die Operation begründen. Operiert wird dann im Bürgerspital Wertheim, einem Plankrankenhaus des Landes Baden-Württemberg.

Die Anschlussheilbehandlung trägt bei Berufstätigen meist die Rentenversicherung, im Ruhestand die Krankenkasse.

Privat versichert oder selbst zahlend

Bürgerspital oder Privatklinik.

Private Krankenversicherungen und Beihilfe tragen einen medizinisch notwendigen Gelenkersatz nach ihren Vertragsbedingungen. Privatversicherte und Selbstzahlende können im Bürgerspital oder in der Main-Tauber-Klinik operiert werden, einer Privatklinik im selben Gebäude.

Im Bürgerspital lässt sich ein Zimmer mit gehobener Ausstattung als Wahlleistung dazubuchen, soweit eines frei ist.

Fachärztinnen und Fachärzte

Der Operateur für Hüfte und Knie.

Hüft- und Knieprothesen sind der Schwerpunkt dieses Facharztes im Team der Orthopädie und Unfallchirurgie des Bürgerspitals.

  • Gregor BöhlerFacharzt für Unfallchirurgie & Orthopädie / Facharzt für Spezielle UnfallchirurgieWertheim

Standorte

Wo behandelt wird.

Jede Klinik zeigt auf ihrer eigenen Seite, wie die Behandlung dort abläuft.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Wann ist ein künstliches Gelenk der richtige Schritt?

Wenn die Arthrose im Röntgenbild deutlich zu sehen ist, die Schmerzen seit Monaten stark sind und Bewegungstherapie, Schmerzmittel oder eine Gewichtsabnahme über mindestens drei Monate nicht genug geholfen haben. Entscheidend ist, wie sehr die Beschwerden den Alltag einschränken. Das wägen Sie gemeinsam mit der Fachärztin oder dem Facharzt ab.

Wie lange hält eine Prothese?

Das ist individuell verschieden und hängt auch von Belastung und Alter ab. Auswertungen zeigen: Nach zehn Jahren sind mehr als 90 von 100 Knieprothesen und mehr als 95 von 100 Hüftprothesen noch intakt. Wer jung operiert wird, braucht eher irgendwann einen Wechsel.

Muss ich für die Operation in Vollnarkose?

Nicht unbedingt. Möglich ist auch eine Spinalanästhesie, die nur die untere Körperhälfte betäubt; auf Wunsch kommt ein leichter Schlaf dazu. Welche Narkose passt, klärt das Gespräch mit der Anästhesie.

Wann kann ich ohne Stützen gehen, Auto fahren und arbeiten?

Ohne Gehhilfen kommen viele nach etwa sechs Wochen aus. Autofahren ist möglich, sobald Sie sicher ein- und aussteigen und die Pedale bedienen können. Zurück in den Beruf geht es je nach Tätigkeit nach einigen Wochen bis etwa drei Monaten.

Welche Risiken hat ein Gelenkersatz?

Möglich sind Thrombosen, Infektionen und Nachblutungen, an der Hüfte in den ersten Monaten selten ein Ausrenken des neuen Gelenks, am Knie eine Steifheit. Über die Jahre kann sich eine Prothese lockern. Nicht jede Operation nimmt alle Beschwerden: Am Knie haben manche Menschen auch danach weiter Schmerzen. Das Aufklärungsgespräch geht die Risiken einzeln durch.

Teilprothese oder Vollprothese am Knie?

Ist nur eine Seite des Kniegelenks abgenutzt und sind die Bänder stabil, kann eine Teilprothese genügen. Sie ist ein kleinerer Eingriff mit meist kürzerer Reha, muss aber etwas häufiger gewechselt werden als eine Vollprothese.

Worauf muss ich mit einer neuen Hüfte achten?

In den ersten Monaten sollten Sie die Beine nicht übereinanderschlagen, die Hüfte nicht stark beugen und nichts Schweres heben. Wandern, Radfahren und Schwimmen eignen sich später gut; Sportarten mit Sprüngen und Stößen belasten das Gelenk stärker.

Kann ich mir vorher eine Zweitmeinung einholen?

Ja. Vor einem geplanten Hüft- oder Kniegelenkersatz haben gesetzlich Versicherte darauf Anspruch, und wer die Operation empfiehlt, muss darauf hinweisen. Auch in Wertheim ist eine Zweitmeinung möglich – vorhandene Befunde und Röntgenbilder bitte mitbringen.

Beratung

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Bewertungen

Was Patientinnen und Patienten über uns sagen.

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5.888 Bewertungen auf ProvenExpert

  • Maria

    Wow, was für ein erster Eindruck! Dr. Frank Gruner, dessen Professionalität von jahrelanger Erfahrung zeugt, war äußerst verständlich und menschlich (was mir sehr wichtig war). Er verstand meine Bedürfnisse, und seine Erklärungen und Anweisungen entsprachen genau meinen Vorstellungen. Die Patientenberaterin Jennifer war mit ihrem Charme ebenfalls eine große Hilfe und erklärte mir alles Notwendige und den weiteren Ablauf. Auch die Mitarbeiter am Empfang waren sehr höflich und freundlich. Ich melde mich nach der Operation mit meinen Eindrücken zurück. Vielen Dank an alle!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich habe eine Unterlidstraffung machen lassen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mein Dank geht vor allem an Frau Dr. Simidjiiska für ihre Fürsorge, Kompetenz und Empathie. Aber auch das gesamte Team der Klinik macht einen hervorragenden Job!

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Anonym

    Ich bin rundum begeistert von meiner Erfahrung in dieser Haartransplantationsklinik. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge war alles hervorragend organisiert und professionell. Das gesamte Team war unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Man hat sich jederzeit gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt. Besonders positiv fand ich, dass sich alle Mitarbeiter ausreichend Zeit genommen haben, um meine Fragen zu beantworten und jeden Schritt verständlich zu erklären. Auch der Service war erstklassig. Die Organisation, die Betreuung vor und nach dem Eingriff sowie die Kommunikation waren wirklich hervorragend. Das gesamte Team hat einen sehr kompetenten und gleichzeitig menschlichen Eindruck gemacht. Die Klinik selbst ist modern, sauber und sehr gut ausgestattet. Während der Behandlung wurde äußerst sorgfältig und professionell gearbeitet, und ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, in guten Händen zu sein. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Betreuung und den freundlichen Umgang! Ich kann die Klinik absolut weiterempfehlen und bin mit meiner bisherigen Erfahrung sehr zufrieden. Wer Wert auf Professionalität, Qualität und einen hervorragenden Service legt, ist hier meiner Meinung nach bestens aufgehoben.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Andre W.

    Bisher war es nur ein Beratungsgespräch aber es war sehr gut.

    Weight Doctors Group
  • David C.

    Ich fand, dass der Arzt gut und verständlich erklärt hat. Ich habe diese Woche noch einen Termin in einer anderen Klinik, da ich mich gründlich informieren möchte; auch der Preis wird dabei eine Rolle spielen – darüber bin ich ganz offen.

    QUOLE Medisch Centrum
  • Momo

    Hervorragende Behandlung. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge hat mir Dr. Koch stets ein sehr gutes Gefühl vermittelt. Ich litt jahrelang unter einer echten Gynäkomastie, nach der OP kann sich das Ergebnis sehen lassen, mein Selbstbewusstsein ist endlich zurückgekehrt. Ich kann die Alster Klinik jedem empfehlen, der schon lange mit dem Gedanken spielt sich operieren zu lassen.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Anonym

    Dr. Schubert gab mir das Gefühl, in genau der richtigen Praxis zu sein für mein Anliegen. Ich habe mich beim Beratungsgespräch sehr wohl gefühlt und verstanden gefühlt.

    Alster-Klinik Hamburg
  • Lieselotte S.

    Über die ehrliche Einschätzung

    Alster-Klinik Hamburg
  • Hannelore G.

    Ich habe mich sehr wohl geführt, das Gespräch war sehr gut, die Ärztin hat mir sehr ausführlich alles erklärt und bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gegangen.

    Westfalenklinik Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Carmen K.

    Ich bin eine sehr ängstliche Person. Bei Herrn Dr. Neis habe ich mich sofort wohlgefühlt. Behandlungsgespräche, Umgang, Freundlichkeit – es passt alles. Ich kann ihn ohne Bedenken und Einschränkung nur weiter empfehlen. Dankeschön Herr Dr. Neis für die tolle Arbeit.

    CGCE Group
  • Michaela L.

    Dr. Klarner ist sehr nett, hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Ich hab mich gut aufgehoben gefühlt, vielen Dank!

    Alster-Klinik Hamburg
  • Vanessa T.

    Ich habe mich sehr gut aufgenommen und beraten gefühlt und würde mich jederzeit wieder für die Westfalenklinik entscheiden.

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